Zylinderdruckmaschine “Accident”

Hersteller: Bohn & Herber in Würzburg

Baujahr: 1900

Funktionsbeschreibung

Der Papierbogen wird von Hand an die am Druckzylinder (Walze) angebrachten beweglichen Klammern (Greifer) angelegt.

Der Druckzylinder lagert in der oberen Mitte der Schnellpresse. Unter ihm gleitet auf Schienen der Karren. Auf diesem Karren, einer glatten Eisenplatte in horizontaler Lage, ist die zu druckende Schriftform im Schließrahmen befestigt.

Durch das Hin- und Hergleiten des Karrens wird mittels Auftragswalzendie Druckerfarbe auf die Schriftform aufgetragen. Beim Weitergleitendes Karrens unter den Druckzylinder, der mit dem zu bedruckenden Papierbogen umspannt ist und eine drehende Bewegung ausführt, wird die Schrift auf das Papier gedruckt.

Der bedruckte Bogen wird von Greifern über eine Welle auf Transportfäden abgelegt. Hier können Akzidenzen im Papierformate bis DIN A1 (Plakatgröße) gedruckt werden.

Das Patent der ersten Zylinderdruckmaschine, angemeldet in England von dem Deutschen Friedrich Koenig, ist datiert vom 30.Oktober 1811. In Deutschland wurde die Zylinderpresse durch Bohn und Herber modifiziert.